Heizen ist keine
Rechtsfrage mehr.
Am 29. Juli 2026 hat das Gebäudemodernisierungsgesetz das Heizungsgesetz abgelöst. Die Pflicht zu 65 Prozent erneuerbarer Energie ist gefallen – du darfst wieder frei wählen. Damit wird aus der Vorschrift eine Rechenaufgabe, und die ist unangenehm: Anschaffung, Förderung, Energiepreise und CO2-Kosten über zwanzig Jahre.
Womit hier gerechnet wird
Diese Werte stecken in jeder Rechnung auf dieser Seite. Sie stehen hier, damit du sie prüfen kannst, bevor du dem Ergebnis glaubst – und weil eine veraltete Zahl in einem Rechner schlimmer ist als gar kein Rechner.
Jede dieser Zahlen ist im Rechner überschreibbar. Wer eine für falsch hält, setzt seine eigene ein und sieht sofort, wie stark das Ergebnis daran hängt.
Vollständige MethodikZwei Entscheidungen, sauber durchgerechnet
Heizungsvergleich
Wärmepumpe, Gas, Pellets und Öl über 20 Jahre. Mit den seit dem 21. Juli 2026 geltenden Förderkonditionen, der Jahresarbeitszahl deines Hauses und drei Szenarien für den CO2-Preis. Am Ende steht, ab welchem Jahr sich die höhere Anschaffung einholt.
Balkonkraftwerk
Ertrag nach Ausrichtung und Montagewinkel, Ersparnis über den Eigenverbrauch, Amortisationsjahr. Inklusive der unangenehmen Zahl: wie viel Strom ungenutzt ins Netz geht.
Methodik
Jeder Preis, jeder Wirkungsgrad und jeder Förderprozentsatz liegt offen, mit Quelle und Stand. Wer eine Annahme für falsch hält, sieht sofort welche und kann sie überschreiben.
Drei Dinge haben sich im Juli 2026 geändert
- 01
Die 65-Prozent-Pflicht ist weg
Eine neue Gas- oder Ölheizung darf wieder unbefristet eingebaut werden. Das macht die Entscheidung nicht einfacher, sondern schwerer: Was vorher vorgeschrieben war, musst du jetzt selbst durchrechnen.
- 02
Die Förderung wurde umgebaut
Seit dem 21. Juli 2026 gilt eine neue Staffel. Der Klimageschwindigkeitsbonus ist von 20 auf 16 Prozent gesenkt, der Einkommensbonus feiner gestaffelt, die förderfähigen Höchstkosten liegen bei 28.000 Euro. Die Grundförderung sinkt Anfang 2027 auf die Hälfte – wer wartet, zahlt drauf.
- 03
Der CO2-Preis bleibt die offene Flanke
Der europäische Emissionshandel für Gebäude wurde auf 2028 verschoben, danach bildet sich der Preis am Markt. Prognosen reichen von 65 bis 275 Euro je Tonne. Für ein Haus mit Gasheizung ist das der Unterschied zwischen ein paar hundert und über tausend Euro im Jahr. Deshalb rechnest du hier mit Szenarien statt mit einer Scheinzahl.
Fragen, die vor der Rechnung kommen
Jede dieser Seiten beantwortet eine Frage mit echten Zahlen aus demselben Rechenkern – keine allgemeinen Ratschläge, sondern durchgerechnete Fälle.
- 01
Was gilt seit dem 29. Juli 2026?
Die 65-Prozent-Pflicht ist gefallen. Was das praktisch bedeutet – und warum erlaubt nicht dasselbe ist wie wirtschaftlich.
- 02
Was hat sich am 21. Juli 2026 geändert?
Klimabonus gesenkt, Einkommensbonus neu gestaffelt, Höchstkosten bei 28.000 Euro. Und ein Termin, der Geld kostet, wenn man ihn verpasst.
- 03
Lohnt sich das ohne Sanierung?
Die Vorlauftemperatur entscheidet, nicht das Baujahr. Was die Jahresarbeitszahl mit deinen Heizkörpern zu tun hat.
- 04
Was kostet das ab 2028?
Der nationale Preis ist bis 2027 gedeckelt, danach entscheidet der Emissionshandel. Was die Szenarien für ein Haus mit Gasheizung bedeuten.
- 05
Senkrecht oder aufgeständert?
Was Ausrichtung und Montagewinkel wirklich kosten – und warum der Eigenverbrauch trotzdem wichtiger ist als beides.
Ein Rechner, der auch abraten darf
Die meisten Heizungsrechner im Netz gehören Anbietern, die am Ergebnis verdienen. Deshalb kommt dort selten heraus, dass sich etwas nicht lohnt.
Hier steht bei einer schlecht geeigneten Wärmepumpe, dass sie schlecht geeignet ist, und beim Balkonkraftwerk, wie viel Ertrag ungenutzt verpufft. Die Annahmen liegen offen, damit du sie prüfen kannst statt sie glauben zu müssen.
Stand: 2. August 2026